Am zweiten Verkostungstag ging es gleich morgens schon zur Sache: Rotweine mit hohem Farbpotential.
Wie ich schon vermutet hatte (siehe Twitter), waren wir zunächst in Deutschland unterwegs, machten dann einen kleinen Ausflug nach Ungarn und landeten schließlich wieder in Deutschland bei verschiedenden Cabernets (Cabernet Sauvignon, Cabernet Cubin, Cabernet Dorsa, Cabernet Carbon). Insgesamt eher durchwachsen mit dem einen oder anderen Silber vor allem bei den Cabernets (Rheinhessen, Pfalz und Württemberg).
Der zweite Rotweinflight begann mit einer Überraschung: Jahrgang 2008, intensives Purpurrot, violette Reflexe, schwarzer Kern. In der Nase eine betonte Frucht, Schwarzkische. Am Gaumen eigenwillig mt deutlichem CO² im Auftakt, aber harmonisch und erfrischend. Meine Schätzung Vinho Verde hat sich bestätigt, aber eine Medaille wird es wohl nicht geben, dafür waren die Bewertungen zu weit auseinander. Schade.
Wir blieben dann noch eine Weile in Portugal. Vor allem im Norden. Douro und Beiras. Bei einem Dão waren wir uns am Tisch einig: GOLD!
Bei den letzten Weinen war ich vom Gefühl her in Südafrika gelande. Viel Eukalyptus; modern gemachte Weine meist mit deutlichem Holzeinsatz. Im Glas hatten wir jedoch nicht Südafrika sondern Griechenland.
Im letzten Flight hatten wir Weiß- und Likörweine. Einige gute und sehr gute Weine dabei, vor allem im Riesling- und Traminer-Bereich. Dann ein paar Überraschungen: Ein Wein bei dem ich Stein und Bein hätte schwören können, dass er aufrgund der mineralisch-salzigen Art ein trockener Fino-Sherry oder Montilla-Moriles ist entpuppte sich als Wein von der Nahe. Ohne Rebsortenangabe, ohne Jahrgang. WAS IST DAS ???
Betonen möchte ich nochmal, dass wir die Auflösung jeweils erst erhalten haben, NACHDEM wir alles verkostet hatten. Und aufgelöst wird nur zum Teil: wir erfahren das Herkunftsland, die Region und die Rebsorte(n). Wir können also - auch nicht anhand irgendwelcher Nummern - nachvollziehen, welche Weine wir im Endeffekt konkret verkostet haben.
Prolog
Life is good!
Ich habe nur dieses eine Leben, daher nehme ich es so, wie es ist. Und sehe es positiv!
Warum sollte ich es mir selber schwer machen und schwarz sehen?
Positiv denkend, positiv gestimmt, geht vieles leichter und letztendlich erfolgreicher.
Do what you like.
Like what you do.
Ich habe nur dieses eine Leben, daher nehme ich es so, wie es ist. Und sehe es positiv!
Warum sollte ich es mir selber schwer machen und schwarz sehen?
Positiv denkend, positiv gestimmt, geht vieles leichter und letztendlich erfolgreicher.
Do what you like.
Like what you do.
MUNDUSvini BioFach 2010
Der große Internationale Weinpreis MUNDUSvini ist seit fast einer Dekade am Markt (siehe meinen Bericht zur 2009er Verkostung). Dieses Jahr ist nun die Premiere der MUNDUSvini BioFach. Wie der Name schon eindeutig zeigt, ist es eine reine Bio-Wein Prämierung, die anlässlich der in Nürnberg stattfindenden BioFach durchgeführt wird.
Dementsprechend ist das Procedere dem der "großen" MUNDUSvini sehr ähnlich. Nur ist alles - es ist schließlich das erste Jahr - in einem bedeutend kleineren Maßstab: Statt 5.700 Weinen die an insgeamt 6 Verkostungstagen von rund 250 Juroren verkostet werden, sind es "nur" 622 Weine, die an zwei Tagen von rund 50 Personen bewertet werden.
622 Weine von denen 163 aus Italien, 116 aus Deutschland, 115 aus Spanien, 95 aus Frankreich, 37 aus Österreich, 20 aus Chile, 16 aus Portugal, 15 aus Südafrika, 14 aus Argentinien und 10 aus Griechenland kommen. Weitere Weine kommen aus Australien, Ungarn, USA, Schweiz und sogar aus exotischen Ländern - zumindest was den Weinbau betrifft - wie den Niederlanden.
Über 60% der angestellten Weine sind rot und gut 28% weiß, aber es sind auch Schaum- und Perlweine und Likörweine dabei.
Der erste Flight an meinem Tisch waren Weißweine im Bereich bis 12 g Restzucker (bis auf eine Ausnahme). Für mich - wie ich auch schon via Twitter vermeldete - ein eher durchwachsener Flight. Vielleicht gibt es am Ende eine Silbermedallie. Keine technischen Mängel, aber auch - für mich - nichts, was mich begeistert hat. Bei einigen Weinen hatte ich das Gefühl, dass bei der Säure nachgeholfen worden war, daher habe ich auf das südliche Europa getippt und lag damit weit daneben: es waren alles Weine aus Deutschland. Weißburgunder, Grauburgunder und Chardonnay; von der Mosel, aus Baden, der Pfalz, Rheinhessen und der Nahe. Für mich eine Enttäuschung, da ich schon viele deutlich bessere Bio-Weine aus deutschen Landen probiert habe.
Als zweiten und dritten Flight hatten wir Rotweine. Die ersten Roten (2008er Jahrgang) hatte ich nach Deutschland gesteckt und lag auch damit wieder daneben. Es waren Monastrells aus Jumilla, Spanien. Jung, fruchtbetont, zugänglich, aber auch nicht allzu lang. Hier gibt es sicher die eine oder andere Silbermedallie.
Meine weitere Einschätzung - mehr aus dem Süden - hat sich dann bestätigt: wir blieben in Spanien; eine ganze Reihe Weine aus der Navarra und im dritten Flight dann Valencia, Penedès und Mallorca. Insgesamt ein stabiles Niveau mit etlichen Silbermedallien und vielleicht auch etwas Gold.
Auch wenn es schwer fällt das Niveau konkret zu vergleichen - man erlebt ja immer nur einen kleinen, nicht repräsentativen Ausschnitt - habe ich den Eindruck, dass es vom Qualitätsniveau der angestellten Weine im Vergleich zur großen MUNDUSvini keinen Unterschied gibt.
Beim heutigen Rahmenprogramm hatten wir eine Führung und Verkostung beim Weingut Dr. Bürklin-Wolf. Klares Konzept & große Weine! Anschließend konnten wir den Abend im MUNDUSvini Weinhaus bei einem hervorragenden Essen ausklingen lassen.
Dementsprechend ist das Procedere dem der "großen" MUNDUSvini sehr ähnlich. Nur ist alles - es ist schließlich das erste Jahr - in einem bedeutend kleineren Maßstab: Statt 5.700 Weinen die an insgeamt 6 Verkostungstagen von rund 250 Juroren verkostet werden, sind es "nur" 622 Weine, die an zwei Tagen von rund 50 Personen bewertet werden.
622 Weine von denen 163 aus Italien, 116 aus Deutschland, 115 aus Spanien, 95 aus Frankreich, 37 aus Österreich, 20 aus Chile, 16 aus Portugal, 15 aus Südafrika, 14 aus Argentinien und 10 aus Griechenland kommen. Weitere Weine kommen aus Australien, Ungarn, USA, Schweiz und sogar aus exotischen Ländern - zumindest was den Weinbau betrifft - wie den Niederlanden.
Über 60% der angestellten Weine sind rot und gut 28% weiß, aber es sind auch Schaum- und Perlweine und Likörweine dabei.
Der erste Flight an meinem Tisch waren Weißweine im Bereich bis 12 g Restzucker (bis auf eine Ausnahme). Für mich - wie ich auch schon via Twitter vermeldete - ein eher durchwachsener Flight. Vielleicht gibt es am Ende eine Silbermedallie. Keine technischen Mängel, aber auch - für mich - nichts, was mich begeistert hat. Bei einigen Weinen hatte ich das Gefühl, dass bei der Säure nachgeholfen worden war, daher habe ich auf das südliche Europa getippt und lag damit weit daneben: es waren alles Weine aus Deutschland. Weißburgunder, Grauburgunder und Chardonnay; von der Mosel, aus Baden, der Pfalz, Rheinhessen und der Nahe. Für mich eine Enttäuschung, da ich schon viele deutlich bessere Bio-Weine aus deutschen Landen probiert habe.
Als zweiten und dritten Flight hatten wir Rotweine. Die ersten Roten (2008er Jahrgang) hatte ich nach Deutschland gesteckt und lag auch damit wieder daneben. Es waren Monastrells aus Jumilla, Spanien. Jung, fruchtbetont, zugänglich, aber auch nicht allzu lang. Hier gibt es sicher die eine oder andere Silbermedallie.
Meine weitere Einschätzung - mehr aus dem Süden - hat sich dann bestätigt: wir blieben in Spanien; eine ganze Reihe Weine aus der Navarra und im dritten Flight dann Valencia, Penedès und Mallorca. Insgesamt ein stabiles Niveau mit etlichen Silbermedallien und vielleicht auch etwas Gold.
Auch wenn es schwer fällt das Niveau konkret zu vergleichen - man erlebt ja immer nur einen kleinen, nicht repräsentativen Ausschnitt - habe ich den Eindruck, dass es vom Qualitätsniveau der angestellten Weine im Vergleich zur großen MUNDUSvini keinen Unterschied gibt.
Beim heutigen Rahmenprogramm hatten wir eine Führung und Verkostung beim Weingut Dr. Bürklin-Wolf. Klares Konzept & große Weine! Anschließend konnten wir den Abend im MUNDUSvini Weinhaus bei einem hervorragenden Essen ausklingen lassen.
Verleihung des DWI Gastro-Awards 2009 in Köln
Das Deutsche Weininstitut (DWI) hatte dazu aufgerufen, deutschen Wein kreativ in Szene zu setzen. Aus Köln haben sich 14 Gastronomen an der Aktion beteiligt und im Oktober 2009 ganz unterschiedliche Formen der Inszenierung gefunden. Bewertet wurden neben der Kreativität auch die Präsentation derWeine für die Gäste, kommunikative Aspekte der Aktionen sowie deren Differenzierung vom Tagesgeschäft.
Heute fand in Essers Gasthaus die Preisverleihung durch die DWI-Chefin Monika Reule statt. Aufgrund der außergewöhnlichen Aktionen und der großen Unterschiedlichkeit hat sich das DWI nicht auf einen einzelnen Gewinner festlegen wollen und hat zwei erste Plätze vergeben.
Christina Fischer überzeugte in Ihrem Restaurant Fischers Weingenuss & Tafelfreuden mit einer "Wein-Lese-Zeit", bei der die zwei renommierten Weinbuchautoren Carsten Henn und Stuart Pigott kulinarische Kurzkrimis und Reisegeschichten zu den präsentierten Weinen vortrugen.
In Essers Gasthaus war am 31. Oktober die "Hellowein Party" der krönende Abschluss der einmonatigen Aktion "Wein spricht Deutsch" (siehe meinen Blogartikel hier). Zu dem Herbstmenü mit typischen Weinen und passenden Weinen aus verschiedenen Regionen gab es zusätzlich ein Weinquiz, welches für die passende Abwechslung sorgte.
Heute fand in Essers Gasthaus die Preisverleihung durch die DWI-Chefin Monika Reule statt. Aufgrund der außergewöhnlichen Aktionen und der großen Unterschiedlichkeit hat sich das DWI nicht auf einen einzelnen Gewinner festlegen wollen und hat zwei erste Plätze vergeben.
Christina Fischer, Andreas Esser, Iris Giessauf, Monika Reule (v.l.n.r.)
Christina Fischer überzeugte in Ihrem Restaurant Fischers Weingenuss & Tafelfreuden mit einer "Wein-Lese-Zeit", bei der die zwei renommierten Weinbuchautoren Carsten Henn und Stuart Pigott kulinarische Kurzkrimis und Reisegeschichten zu den präsentierten Weinen vortrugen.
In Essers Gasthaus war am 31. Oktober die "Hellowein Party" der krönende Abschluss der einmonatigen Aktion "Wein spricht Deutsch" (siehe meinen Blogartikel hier). Zu dem Herbstmenü mit typischen Weinen und passenden Weinen aus verschiedenen Regionen gab es zusätzlich ein Weinquiz, welches für die passende Abwechslung sorgte.
Good bye Wein- und Sommelierschule
Über 12 Jahre war ich nun freier Dozent der Deutschen Wein- und Sommelierschule. Habe unzählige Schüler(innen) in unzähligen Klassen in Koblenz, Hamburg und Berlin vor allem zu den Themen Wein aus Spanien und Portugal unterrichtet. Habe versucht, nicht nur Wissen, sondern auch Emotionen zu vermitteln. Habe versucht Verständnis zu lehren, nicht auswendig Gelerntes zu fordern.
Nun endet diese Zeit für mich (vorerst).
Mir wurde von der DWS mitgeteilt, dass man sich eine Zusammenarbeit mit mir nicht mehr vorstellen kann.
Wieso?
Im Frühjahr diesen Jahres hat der langjährige Direktor der Schule, Alexander Kohnen, gekündigt um sich selbstständig zu machen. Im Oktober hat er dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt und das IWI - International Wine Institute in Bad Neuenahr-Ahrweiler eröffnet. Ich war dabei, ich bin dabei.
Als langjähriger Freund von Alexander, aber auch als freier Unternehmer, der Schulungen anbietet, werde ich auch beim IWI als Dozent Seminare abhalten.
Und genau dieser Punkt ist es, der für die DWS eine unüberbrückbare Kluft darstellt und eine weitere professionelle Zusammenarbeit mit mir nicht möglich macht. Ich könnte für (fast) jede andere Bildungseinrichtung tätig werden wurde mir mündlich mitgeteilt, nur nicht für das IWI.
Ich persönlich bedauere diese Entscheidung der DWS. Weniger aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten, da die Honorare auf einem fast ehrenamtlichen Niveau liegen, als vielmehr da ich Spaß an der Tätigkeit hatte und immer das Gefühl hatte, einen Beitrag dazu leisten zu können, das Wissen um die Weinländer der iberischen Halbinsel voran zu bringen.
Nun endet diese Zeit für mich (vorerst).
Mir wurde von der DWS mitgeteilt, dass man sich eine Zusammenarbeit mit mir nicht mehr vorstellen kann.
Wieso?
Im Frühjahr diesen Jahres hat der langjährige Direktor der Schule, Alexander Kohnen, gekündigt um sich selbstständig zu machen. Im Oktober hat er dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt und das IWI - International Wine Institute in Bad Neuenahr-Ahrweiler eröffnet. Ich war dabei, ich bin dabei.
Als langjähriger Freund von Alexander, aber auch als freier Unternehmer, der Schulungen anbietet, werde ich auch beim IWI als Dozent Seminare abhalten.
Und genau dieser Punkt ist es, der für die DWS eine unüberbrückbare Kluft darstellt und eine weitere professionelle Zusammenarbeit mit mir nicht möglich macht. Ich könnte für (fast) jede andere Bildungseinrichtung tätig werden wurde mir mündlich mitgeteilt, nur nicht für das IWI.
Ich persönlich bedauere diese Entscheidung der DWS. Weniger aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten, da die Honorare auf einem fast ehrenamtlichen Niveau liegen, als vielmehr da ich Spaß an der Tätigkeit hatte und immer das Gefühl hatte, einen Beitrag dazu leisten zu können, das Wissen um die Weinländer der iberischen Halbinsel voran zu bringen.
28.11. 2009: Die Weinparty des Jahres in Berlin
Nachts, an einem geheimnisvollen Ort. In Berlins Unterwelt trifft sich der WeinClub Berlin. Die Weinhandlung Viniculture und „wein weit weg“ Autor Stuart Pigott laden ein zu revolutionären Winzern und ihren Weinen. Die Weinparty des Jahres.
Mehr Infos hier: http://www.viniculture.de/WeinC lub.pdf
revolutionäre Winzer und ihre Weine
WeinPeepshow mit Stuart Pigott
DJ Gianni N.
Mehr Infos hier: http://www.viniculture.de/WeinC
Madredeus Electronico
Jetzt ist Zeit zum einstimmen auf den letzten Tag auf der Forum Vini.
Das geht hervorragend mit Madredeus
Lautsprecher an und geniessen!
Das geht hervorragend mit Madredeus
Lautsprecher an und geniessen!
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